Garten

Neues Jahr, neuer Garten :-)
Da sich gerade wieder ziemlich viel tut, hat Moni alles vom vorigen Jahr "entsorgt".

Pimpernuss
Diese Frage hätten wir geklärt...
Herzlichen Dank dafür an die Wissensdatenbank im Siegerland ;-)
Der Strauch ist eine Gemeine Pimpernuß oder Klappernuß (botanisch Staphylea pinnata). Sie ist in Mitteleuropa heimisch, überwiegend in krautreichen, warmen Wäldern. Da sie vom Aussterben bedroht ist, steht sie unter Naturschutz.
Die größten Vorkommen gibt es südlich des Mains. Deswegen ist sie hier oben an der Nordseeküste wohl auch so unbekannt...
Die Kerne der Nuß sind eßbar, der Geschmack ist vergleichbar mit Pistazien. Im Bayerischen Wald wird aus den Kernen ein "Pimpernuß-Likör" hergestellt. Im Mittelalter hat man der Pimpernuß potenzsteigernde Wirkung zugesprochen, sie hat wohl auch eine aphrodisierende Wirkung.
Den Namen "Klappernuß" hat sie im Volksmund bekommen, weil die reifen Nüsse in den Hülsen klappern sollen (haben wir noch nicht gehört).
Die Standortansprüche sind: sonnig, leicht feucht, aber keine Staunässe und humusreich. Genau richtig also, daß unsere Vorgänger fünf Kastanienbäume davor gepflanzt haben :-(. Die haben wir inzwischen wieder weggenommen und Moni wird sich die Standortbedingungen nochmals genauestens ansehen, damit dieses seltene Stück uns auch wirklich erhalten bleibt.
Quellen: Artikel in Wikipedia
Artikel in www.baumkunde.de
Infos auf www.bio-gaertner.de

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Maerzbecherwiese
Damit fängt das "Gartenjahr" für uns an: das grünweiße auf dem Boden unseres Waldstreifens auf der Nordseite sind zehntausende Märzbecher, durchsetzt mit wenigen Schneeglöckchen, Narzissen und lila und weißen Duftveilchen. Die Blüte der Märzbecher ist jedes Jahr wieder ein phantastisches Schauspiel.
Zwetschenbluete
Seit ein paar Tagen blühen auch sie schon und sind damit etwas früh dran: zwei Zwetschenbäume rechts und links von unserem Brennholzlager. Hoffentlich gibt's jetzt keine Wetterkapriolen mit Frost mehr...

Im Kräutergarten ist eine Clematis-Hybride "Jackmanii" an den Rankobelisken gezogen. Eine Clematis montana "Rubens" soll den alten Kochbirnenbaum auf der Nordseite beranken, zwei weitere Clematis haben dank der fleissigen Buddelarbeit unserer vierbeinigen Freunde (Rehe oder Hasen) den Winter leider nicht überstanden.

Nachdem auf diversen Fensterbänken schon diverse Gemüsesorten wachsen und gedeihen, sind wir auf die Idee gekommen, daß dieses Jahr endlich mal ein vernünftiger Weg in den Gemüsegarten muß, den man auch bei Regen noch begehen kann, ohne sich auf die Nase zu legen. Kurz vor der Pflanzzeit mußte Ralph dann auch diesen Gemüsegarten unbedingt begradigen und sauber geometrisch ausrichten... Heißt wir haben jetzt viel Arbeit mit Umgraben und Sand einarbeiten. Soviel, daß es schon fast einer Neuanlage gleich kommt...
Historisch gesehen hätten wir uns einiges an Belagmaterial aussuchen können:

Letzteres kam nicht in Frage, weil es sich in den letzten beiden Jahren nicht bewährt hat. Muscheln möchten wir weder den Miezen noch dem Hund zumuten und Sand ist noch pflegeintensiver, als Muscheln oder Kies, weil sich da gerne was ansiedelt. Blieb also nur noch Kies. Am Freitag mittag kamen knapp 6 to. und ein unkrautundurchlässiger Straßenbauvlies, am Sonntag abend war der Weg fertig angelegt... und im Haus Nr. 3 waren zwei ganz still und ganz fertig.

Kraeutergarten
20 m Weg gut anderthalb Meter neben dem alten Weg haben wir genau und gerade ausgehoben...
Kraeuterschild
...und mit alten Brettern eingefaßt, damit nicht irgendwann auf den vier Feldern mehr Kies liegt, als auf dem Weg. Die Bretter haben wir in der Höhe untereinander, in den Winkeln zueinander und in den Längen genau ausgerichtet. Es ist trotzdem nicht alles gerade und nicht alles gleich hoch.
Kraeuterschild
Dann 20 qm Straßenbauvlies zugeschnitten und in den Weg gelegt...
Kraeuterschild
...und schon konnte Ralph den ersten Kies anfahren.
Kraeuterschild
Fast fertig, der Weg und wir. Inzwischen ist der Weserkies fast weiß aufgetrocknet und sieht schon fast zu nobel aus.
Weitere Wege durch den Garten machen wir nicht von Hand, da muß dann ein Minibagger oder ähnliches Gerät her.
Jetzt müssen wir nur noch noch umgraben und spätestens im Herbst (wenn die vierbeinigen Freunde sich wieder interessieren) einen vernünftigen Zaun setzen.