Hier kommt etliches auf uns zu...
Die Küche soll in die beiden Räume über dem Vorratskeller. Dazu müssen wir zunächst das derzeitige Bad rausreißen, die Wand zwischen diesen beiden Räumen abbauen, die Heizung auf den Dachboden verlegen, den Heizungsraum abbauen, eine etliche Zentimeter dicke Estrich-Schicht herausstemmen. Abreissen geht ja bekanntlich schneller als Aufbauen ;-).
Dann können wir uns erstmal der Gewölbedecke widmen: die Doppel-T-Träger hier sehen ziemlich angenagt aus. An denen dürfte mehr Rost als Stahl vorhanden sein. Dazu kommt noch, daß die Träger teilweise genau am Rand der Fensterstürze im Vorratskeller aufliegen und dort für dicke Risse im Mauerwerk gesorgt haben.
Unsere erste Idee war, die Gewölbe komplett abzubauen, neue Träger einzuziehen und die Gewölbe neu einzubauen. Das würde sich aber mit unseren laienhaften Mitteln etliche Jahre hinziehen, da man z.B. die Konstruktionsform unter der Kappe erst dann wegnehmen kann, wenn der Mörtel vollkommen durchgehärtet ist.
Aus diversen Gründen wollen wir hier nicht mit Schnellbaumörteln oder ähnlichem arbeiten: zum einen haben wir schon den Anspruch, den Hof so originalgetreu wie möglich zu erhalten (aus diesem Grund kommt auch eine Stahlbetonkonstruktion statt der Gewölbedecke für uns nicht in Frage).
Zum anderen enthalten alle heutigen Mörtel zumindest einen Zuschlag an Beton. Da unser Haus aber nunmal auf Wackelpudding gebaut ist (ehemaliges Moorgebiet) wird es immer wieder mal hier und dort absacken und es werden Risse entstehen. Es gibt hier im Umkreis kein Haus ohne Risse und da regt sich auch niemand drüber auf. Mit einem Kalkmörtel haben wir die Chance, daß der Mörtel reißt, aber die Ziegelsteine ganz bleiben, dann müssen wir nur die Risse neu verfugen und bei starken Rissen eventuell auch mal die Gründung überprüfen lassen. Beton dagegen reißt nicht, die Mauer bekommt trotzdem einen Riß und der geht dann mitten durch die Ziegelsteine. Dann werden größere Reparaturen an der Fassade fällig, die bis zu einem kompletten Neuaufbau der Wand gehen können. Schlimm wird es vor allem dann, wenn Wasser und Frost noch in den gerissenen Steinen arbeiten können und so die Steine zu kleinen Bröseln zerfallen lassen.
Es wird wohl darauf hinauslaufen, daß wir einen Teil neu machen (der Träger an der Falltüre sieht am schlimmsten aus) und die restlichen Doppel-T-Träger mit einer Unterkonstruktion abstützen werden, um die Last gleichmässiger in den Wänden zu verteilen.
Die Tonnen Estrich, Beton und Wände, dazu zwei Lagen Wandfliesen und (mindestens) eine Lage Bodenfliesen, die schwere Heizung mit Warmwasserversorgung werden wir auf diese Gewölbedecke jedenfalls nicht wieder draufstellen.