Literatur

Für alle, die sich weitergehend mit dem beschäftigen möchten, was wir hier erzählen, hier eine Liste der Bücher, die im Laufe der letzten Jahre Einzug in unsere kleine "Bibliothek" gehalten haben und u.a. eine Quelle für unser Wissen darstellen. Da wir beim Zusammentragen schon feststellen mußten, daß das nicht wenig ist, hat unsere Bibliothek ein paar Rubriken bekommen:
Ländliches Bauen
Baumaterialien
Fenster, Türen und Beschläge
Innenausstattung
Sonstiges
Garten

Etliche dieser Bücher dürften im Handel nicht mehr erhältlich sein, da wir sie auf Flohmärkten, in einem kleinen Antiquariat hier in der Nähe, bei eBay oder über www.abebooks.de gekauft haben. Eine Suche danach lohnt unserer Meinung nach trotzdem...
Die Reihenfolge der aufgelisteten Bücher stellt keine Wertung dar. In nächster Zeit werden wir die fehlenden Beschreibungen zu den Büchern nachreichen.

Ländliches Bauen

"Historismus in Nordwestdeutschland"
hieraus der Aufsatz "Spottgeburten aus Dreck und Feuer?" (S. 64-75)
Zur historischen Architektur ländlicher Bauten im nördlichen Oldenburg zwischen 1870 und 1914
von Michael Schimek
Isensee Verlag, Oldenburg
ISBN 3-89598-783-2
1. Auflage 2001
anläßlich der gleichnamigen Ausstellung im Freilichtmuseum Cloppenburg,
insgesamt 221 Seiten, Preis unbekannt

Monis Kommentar:
Michael Schimek hat auch den nachfolgenden "Schmöker" verfaßt und ist inzwischen Leiter eines Freilichtmuseums in Rheinland-Pfalz. Er hat es mit diesem Aufsatz geschafft, sorgfältig recherchiertes Wissen mit einigen Abbildungen und mit einem hervorragend geschriebenen Text auch für "Laien" wie mich verständlich zu machen. Schimek analysiert die Situation am Ende des 19. Jahrhunderts, gibt einen kurzen Überblick über die Lebensumstände der Landwirte und interessiert sich dann für die Frage, wer den Stil des Historismus in das Oldenburger Land gebracht hat. Abschließend zeigt er an etlichen Beispielen, in welchen Ausprägungen historistisch gebaut wurde und vergißt auch nicht, einige bautechnische Grundbegriffe zu erläutern.
Wenn man verstehen möchte, warum hier in diesem Landstrich so viele dieser historistisch geprägten Bauernhöfe stehen, ist dieser Aufsatz ein guter Einstieg.

 

"Zwischen Anspruch und Wirklichkeit"
Staatliche Einflussnahmen auf das ländliche Bauen: Das Land Oldenburg zwischen 1880 und 1930
von Michael Schimek
Waxmann Verlag GmbH, Münster
ISBN 3-8309-1293-5
1. Auflage 2004
600 Seiten, 49,80 Euro

Monis Kommentar:
Dieses sehr umfangreiche Werk ist die Dissertationsarbeit von Michael Schimek (s.o.). Trotz des Umfanges ist das Buch auch für den Laien verstehbar und interessant. Die Informationen sind so klar gegliedert, daß das Buch "handhabbar" bleibt. Michael Schimek beschreibt zunächst die Rahmenbedingungen im Land Oldenburg: soziale Schichten, politische Verhältnisse, wirtschaftliche Entwicklung, Reformbewegungen wie z.B. die Heimatschutzbewegung und natürlich die bauliche Entwicklung. Gewürzt wird das ganze mit Statistiken, der Staatsverfassung des Landes, einem Überblick über die Hochbauverwaltung und Auszügen aus zeitgenössischen Landtagsdebatten.
Im nächsten Teil untersucht er die staatlichen Einflüsse durch Verordnungen, Gesetze, finanzielle Förderung und Strafen. Interessant waren für mich z.B. die Vorschriften rund um Feuerschutz (die Brandmauer, die unser Hof auch hat), der Versuch ein Verbot der Alkoven (also der hölzernen "Schlafschränke in den noch älteren Höfen) durchzusetzen. Dem Autor gelingt es immer wieder, die Informationen anhand von Beispielen eines einzelnen Hofes, einer Familie, einer Person, einer Ortschaft verständlich zu machen. Daher gibt das Buch einen umfassenden Einblick in Lebens- und Arbeitsweisen der Zeit. Unbewußt beginnt man zu Schmunzeln, wenn man letztlich erfährt, daß nicht alles, was man sich im fernen Oldenburg ausdachte, in den Ortschaften drumherum auch durchsetzbar war und wie pfiffig Architekten, Handwerker und Landwirte/Bauherren teilweise diese Vorschriften umgangen haben.

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"Das niedersächsische Bauernhaus in Deutschland und Holland"
Ein Beitrag zu seiner Erkundung
von Werner Lindner
Edition libri rari im Verlag Th. Schäfer, Hannover
ISBN 3-88746-184-3
1. Auflage 1987
Reprint nach dem Original von 1912 aus dem Bestand der Universitätsbibliothek Hannover
194 Seiten, Preis unbekannt

Monis Kommentar:
Das Buch ist in Frakturschrift gedruckt und daher nicht eben leicht zu lesen. Wer damit Probleme hat, kann hier nachschauen: www.suetterlinschrift.de.
In diesem Buch geht es um eine Bestandsaufnahme der Höfe, die im Stil des Niedersächsischen Hallenhauses gebaut sind (also um den "Vorläufer" unseres Gulfhofes). Der Autor befaßt sich mit allem, von den Wegen und Toren, über die Herdstelle, Dach und Außenwände bis zum Giebelschmuck in den jeweiligen lokalen Ausprägungen. Unter anderem sind von mehreren Höfen Inventarlisten abgedruckt, die von Grund, Gebäuden, Vieh bis hin zum letzten Löffel und Tischtuch alles auflisten, was zum Hof gehört und was davon von der Bäuerin mit in den Hof gebracht wurde. Das Buch ist mit sehr vielen Zeichnungen, Stichen und Grundrissen versehen. Richtig interessant waren die reichlich vorhandenen Fotos aus dem Innenleben der Bauernhäuser oder von Höfen auch aus der Wesermarsch. In den Kapiteln 10 und 11 finden sich zum guten Schluß noch Hinweise auf Blumen- und Gemüsegarten mit Aufzählungen von damals üblichen Sorten und deren botanischen Namen.

 

"Die Landwirtschaftliche Baukunde"
von Hans Issel
Reprint-Verlag, Leipzig
ISBN 3-8262-0903-6
1. Auflage, ohne Jahrgang
Reprint der Originalausgabe von 1905 nach dem Exemplar des Verlagsarchives
285 Seiten, Preis unbekannt

Monis Kommentar:
Der Autor stellt zunächst die in Deutschland vorkommenden Bauernhaus-Typen vor. Danach folgen Vorschläge mit Grundrissen und Kosten für die Neuanlage von Höfen. Hier wurden dann lokale/regionale Eigenheiten außer acht gelassen. Das Buch ist sehr ausführlich und auch davon lassen sich Einzelteile an unserem Hof wiedererkennen. Interessant ist aber vor allem alles rund um die Nebengebäude: Waschkammer, Backhaus, Eiskeller, Räucherkammer, Federviehställe und Remisen. Davon ist an unserem Hof nichts mehr erhalten und hier kann man sich ein Bild machen, wie es einmal gewesen sein könnte oder Ideen entwickeln, was man davon unbedingt haben muß ;-)

 

"Der Bauernhof und seine Baulichkeiten"
von G. Jaspers
Reprint-Verlag, Leipzig
ISBN 3-8262-1001-8
2. Auflage ohne Jahrgang
Reprint der Originalausgabe von 1890 nach dem Exemplar des Verlagsarchives

Monis Kommentar:
Das Buch ist in Frakturschrift gedruckt und daher nicht eben leicht zu lesen. Wer damit Probleme hat, kann hier nachschauen: www.suetterlinschrift.de.
Mit dem Kenntnisstand von 1890 wird ausführlich dargestellt wie man einen Hof plant und aufbaut, worauf man bei Wohnhaus, Ställen, Scheunen, Kornboden und Remisen achten sollte, was das Ganze kostet und wie man aus den Einzelgebäuden zweckmäßerweise ein Gehöft macht. Etliche Zeichnungen, Grundrisse und Queransichten sollen die Ideen verdeutlichen. Unter anderem stellt das Buch wohl den Versuch dar, lokale Eigenheiten der Bauernhöfe abzuschaffen, um die Landwirtschaft zu rationalisieren. Das hat sich bis heute nicht durchsetzen können, aber solche Versuche hat es immer wieder gegeben. Es ist trotzdem interessant zu lesen, vor allem weil sich einige Details in unserem Hof durchaus nachvollziehen lassen.

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Baumaterialien

"Der Kalkputz"
Technik, Gestaltung, Anwendung

von Mónica Martín und anderen
Deutsche Verlags-Anstalt GmbH, Stuttgart München
ISBN 3-421-03374-9
1. Auflage 2002
xx Seiten,

 

"Der Mauerziegel"
Ein technisches Handbuch

von F. Hart und E. Bogenberger
herausgegeben vom Bundesverband der Deutschen Ziegelindustrie, Essen
ohne ISBN
2. Auflage, ohne Jahrgang
xx Seiten

 

"Instandsetzung von Ziegelmauerwerk"
von Sven Wallasch
Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart
ISBN 3-421-03181-9
1. Auflage 1999
xx Seiten,

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"Putze in Bausanierung und Denkmalpflege"
von Tanja Dettmering und Helmut Kollmann
Verlag Bauwesen, Berlin
ISBN 3-345-00719-3
1. Auflage 2001
xx Seiten,

 

"Historische Beschichtungstechniken"
von Kurt Schönburg
Huss-Medien GmbH, Verlag Bauwesen, Berlin
ISBN 3-345-00889-0
2. überarbeitete Auflage 2006
xx Seiten,

 

"Mauerziegel als historisches Baumaterial"
von Mila Schrader
Edition :anderweit Verlag GmbH, Suderburg
ISBN 3-931824-02-0
1. Auflage 1997
xx Seiten,

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"Reet & Stroh als historisches Baumaterial"
von Mila Schrader
Edition :anderweit Verlag GmbH, Suderburg
ISBN 3-931824-09-8
1. Auflage 1998
xx Seiten,

Fenster, Türen und Beschläge

"Der praktische Fensterbauer"
Edition libri rari im Verlag Th. Schäfer, Hannover
ISBN 87870-670-7
1. Auflage 2003
Reprint nach der Originalausgabe aus dem Bestand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar, 1874
xx Seiten,

 

"Holzfenster"
Handbuch für die Konstruktion und Herstellung von Holzfenstern
Bearbeitet von OBR E. Seifert und Ing. (grad.) J. Schmid, Institut für Fenstertechnik e.V. Rosenheim
Herausgegeben vom Arbeitskreis Holzfenster e.V., Giessen
ohne ISBN
1969
xx Seiten,

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"Holzfenster in handwerklicher Konstruktion"
von Ulrich Reitmayer
Julius Hoffmann Verlag, Stuttgart
ohne ISBN
4. Auflage 1951
xx Seiten,

 

"Des Buches Titel"
von Autorname
Verlag Name, Verlag Ort
ISBN, wenn vorhanden
X. Auflage Erscheinungsjahr
xx Seiten, Preis (wenn vorhanden)

Ralphs Kommentar:
XXXXXXX XXXXX xxx XXXXX x.

 

"Türen, Schlösser und Beschläge als historisches Baumaterial"
von Florian Langenbeck und Mila Schrader
Edition :anderweit Verlag GmbH, Suderburg
ISBN 3-931824-20-3
1. Auflage 2002
xx Seiten,

 

"Fenster, Glas und Beschläge als historisches Baumaterial"
von Mila Schrader
Edition :anderweit Verlag GmbH, Suderburg
ISBN 3-931824-04-7
1. Auflage 2001
xx Seiten,

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Innenausstattung

"Gründerzeit"
Möbel und Zimmereinrichtungen
von Friedrich Schwenke
Edition libri rari im Verlag Th. Schäfer, Hannover
ISBN 3--88746-088-X
1. Auflage 1985
Reprint nach den Ausgaben von 1881 (Band 1 und 1884 (Band 2) aus dem Bestand der Universitätsbibliothek Hannover
164 Seiten, 45,00 Euro

Monis Kommentar:
So dunkel wie der Einband des Buches gestaltet ist, dürften auch damals die Wohnungseinrichtungen ausgesehen haben. Nicht wirklich das, was ich heute noch im Wohnzimmer stehen haben möchte.
Überwiegend anhand von Musterzimmern, die für Ausstellungen aufgebaut und dann gezeichnet wurden, und anhand von vielen Zeichnungen der einzelnen Möbel werden die damals "neuesten Trends" für jeden einzelnen Raum vorgeführt.
Nicht vergessen: es gab kein Fernsehen, kein Radio, kein Internet und nur wenige (aufwendig hergestellte und damit teure) Zeitschriften und Magazine. Ein neues Möbelstück kaufte man beim Schreiner/Tischler im Ort: der legte dem Kunden einen "Katalog" oder ein Buch wie dieses auf den Tisch und der Kunde konnte sich hieraus das genehme Teil aussuchen. Das gute Stück wurde allerdings mitnichten von diesem Schreiner/Tischler selbst hergestellt, sondern dieser orderte beim Hersteller, der in Kleinserien produzierte.
Mit diesem Buch hat man eine leise Chance sich vorzustellen, wie unser Hof nach seiner Erbauung eingerichtet gewesen sein könnte: die dunkle Farbe auf den Wänden, die wir teilweise schon freigelegt haben, dunkelblau gestrichene Türen und dunkle schwere Vorhänge, dazu ein Orientteppich und ein grüner monströser Kachelofen und diese riesigen, schweren und überreich verzierten Möbel in Nußbaumfurnier, dunkel gebeizter Eiche oder ähnlich dramatischen Farben. Fehlen nur noch die Ahnengalerie an der Wand, die schweren Stühle mit gemustertem Samtpolster und der wachstropfende Kerzenleuchter (Elektrizität hat hier erst in den 1930-er Jahren Einzug gehalten) unter der Decke... ;-)

 

"Gründerzeitmöbel"
Hartholzmöbel, Weichholzmöbel
von Rainer Haaff
Battenberg Verlag, Augsburg
ISBN 3-89441-225-9
1. Auflage 1995
214 Seiten, Preis unbekannt

Monis Kommentar:
Dieses Buch ist ein "Antiquitäten-Katalog" und eigentlich für Sammler gedacht. Als Einführung werden geschichtlicher Hintergrund und politisches und wirtschaftliches Umfeld des Historismus betrachtet. Dann wird die Wohnkultur der Gründerzeit genauer beschrieben. Was mich sehr fasziniert hat: hier wird endlich mal zwischen den unterschiedlichen Schichten (Adel, Bürgertum, Arbeiter) unterschieden und die unterschiedliche Einrichtungssituation im Kontext mit dem wirtschaftlichen Umfeld und der damaligen sozialen Situation (insbesondere der Frauen als "Herrscherin im Haus") auch genauer beschrieben.
Anhand der Situation zum Erscheinungsdatum des Buches stellt es einzelne Möbel vor, charakterisiert diese genauer und nennt Preise (in DM). Hier sind die Möbel alle einzeln abgebildet, meist vor einem hellen Hintergrund. Das läßt sie nur halb so dramatisch erscheinen, wie in dem vorgenannten Buch, aber dunkel und schwer wirken sie immer noch.
Anhand von Zeichnungen wird detailliert dargestellt, was eine Aufsatzbekrönung oder eine Diamantierung ist. Läßt man die Preise außer acht, ist dieses Buch empfehlenswert, um sich mit dem Interieur der Häuser jener Zeit auseinanderzusetzen.

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"Gusseisenöfen und Küchenherde: Geschichte, Technik, Faszination"
Ein historischer Rückblick
von Mila Schrader
Edition :anderweit Verlag GmbH, Suderburg
ISBN 3-931824-16-0
1. Auflage 2001
124 Seiten, Preis unbekannt

Monis Kommentar:
Nachdem wir die ersten Teile des Kachelofens im Wald gefunden hatten mußte ich mich unbedingt auch mit diesem Thema befassen. Zumal ich den Traum habe, in der Küche später mal einen Stangenherd (und wenn nur als Deko-Teil) stehen zu haben... ;-)
Mila Schrader beschreibt in diesem Buch wie es überhaupt vom offenen Feuer zu Öfen und Herden kam und wie diese Geräte technisch immer weiter perfektioniert wurden, um eine optimale Wärmeausbeute zu erzielen. Dann befaßt sie sich mit der Gestaltung und dem Äußeren und zuletzt mit der Situation heute: wo kaufen und wie pflegen? Wie alle B¨cher, die ich bis jetzt aus der edition: anderweit von Mila Schrader kenne, ein rundum gelungenes Werk.

Sonstiges

"Das Oldenburger Land"
von Doris Waskönig (Fotos) und Ewald Gäßler (Texte)
Heinz Holzberg Verlag KG, Oldenburg
ISBN 3-87358-340-2
1. Auflage 1989
132 Seiten, Preis unbekannt

Monis Kommentar:
Ein interessantes Buch rund um die Grafschaft und das spätere Großherzogtum Oldenburg. Die Daten zu Verkehr und Industrie sind nicht mehr wirklich aktuell. Das tut aber den wunderbaren Aufnahmen von Watt, Moor, Marsch und Inseln keinen Abbruch. Die Geschichtsdaten haben sich nicht geändert und interessant fand ich vor allem die historischen Karten im ersten Kapitel des Buches.

 

"Kleine Holzbauten selbst gemacht"
von Hans Mårtensson
Verlag Th. Schäfer, Hannover
ISBN 3-88746-399-4
1. Auflage 1999
96 Seiten, 18,50 Euro

Monis Kommentar:
Ein kleines Buch mit vielen pfiffigen Ideen zu Gartenhäuschen, Pavillons, Garagen usw., die man so in keinem Baumarkt kaufen kann. Manche Ideen sind "typisch schwedisch" (z.B. das Toilettenhäuschen) spätestens hier wird klar, daß der Autor Schwede ist.
Anhand der detaillierten Zeichnungen und Listen ist man geneigt, sofort zum Baustoffhändler zu stürzen und die ein oder andere Idee umzusetzen. Mal sehen, was davon in nächster Zeit in unserem Garten auftaucht ;-). Herzlichen Dank nochmal nach Deuten für diese feine Geburtstagsgeschenk!

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"Backsteingotik"
Hrsg.: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Prof. Dr. Gottfried Kiesow
monumente Publikationen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Bonn
ISBN 3-9804890-7-8
2. Auflage 2000
143 Seiten, Preis unbekannt

Monis Kommentar:
Elemente der Gotik (ca. Mitte des 12. bis Ende des 15. Jh.) wurden im Historismus "wiederentdeckt" und wiederverwendet. Man vergleiche z.B. die "Rundstäbe" genannten Ziersteine an unseren Fenstern mit denen des Südost-Portals der Kirche St. Marien in Lübeck: es liegen über 600 Jahre dazwischen...
Das Buch enthält viele beeindruckende Bilder, beschreibt kurz die Geschichte der vorgestellten Häuser (überwiegend natürlich Sakralbauten im Bereich der Hanse, aber auch Kaufmannshäuser in Wismar oder Rathäuser), stellt Restaurierungsarbeiten in Wort und Bild dar und ergänzt das Ganze mit bebilderten Informationen rund um die Herstellung von Backsteinen oder einem kleinen Gotik-Lexikon.
Für Hintergrundinteressierte ein rundum gelungenes Buch!

 

"Bauhistorisches Lexikon"
Baustoffe, Bauweisen, Architekturdetails
von Mila Schrader, Julia Vogt
Edition :anderweit Verlag GmbH, Suderburg
ISBN 3-931824-29-2
1. Auflage 2003
335 Seiten, 49,90 Euro

Monis Kommentar:
Wie heißt doch gleich die horizontale Unterteilung in Deckenhöhe an den Außenwänden des Wohnhauses? Und was war nochmal eine Knagge? Welche Maße haben Dünnformat-Ziegel?
Ersteres heißt übrigens Gurtgesims. Auf etliche grundlegende Fragen bietet das Lexikon eine Antwort und gibt etliche Querverweise auf andere Einträge. Zum "mal eben schnell nachschlagen" ganz wunderbar!

 

"Die vorschriftsmäßige Elektroinstallation"
von Alfred Hösl und anderen
Hüthig Verlag, Heidelberg
ISBN 3-7785-2909-9
18. neu bearbeitete Auflage 2003
887 Seiten, 39,00 €

Ralphs Kommentar:
Der "Hösl" ist die "Bibel" für den Elektroinstallateur. Alles relevante, was es über die DIN/VDE 0100 (die wiederum das "Grundgesetz" der Elektroinstallation ist) im Bereich der Hausinstallation zu wissen gibt, steht in diesem Buch.
Es setzt eine gehörige Portion Grundwissen der Elektrotechnik und der grundlegenden handwerklichen Fähigkeiten in diesem Fach voraus. Es ist genau richtig, um mal eben nachzuschlagen, welchen Querschnitt eine Leitung bei gegebener Länge und Verlegeart haben muß oder wie doch gleich die "C"-Charakteristik eines LSS aussieht.

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Garten

"Bauerngärten zwischen Weser und Ems"
Materialien und Studien zur Volkskultur und Alltagsgeschichte Niedersachsens, Heft 30
von Hermann Kaiser (Hrsg.)
Verlag Museumsdorf Cloppenburg, Cloppenburg
ISBN 3-923675-72-0
2. Auflage, 2001
222 Seiten, Preis 15,50 Euro, zu bestellen bei Freilichtmuseum Cloppenburg

Monis Kommentar:
Eine wahre Fundgrube für diejenigen, die bereit sind, die romantisierenden Gedanken zum Hausgarten eines Bauernhofes beiseite zu legen. Die Gärten waren so unterschiedlich, wie die Bewohner der Höfe und deren Portemonnaies. Einen Ziergarten oder eine Kombination aus Ziergarten und Gemüsegarten hatten nur die grösseren, reicheren Höfe. Hier diente der Garten dann häufig als Kulisse für die sonntäglichen Visiten, getreu dem Motto "Schaut her, was ich habe, wie groß und schön mein Garten ist und welch' tolle exotische Pflanzen ich hier pflege!". Das kommt mir aus den Stadtgärten irgendwie bekannt vor...
Die Verbindungen zu den Hofgärten der Großherzöge in Oldenburg und Rastede werden aufgezeigt, Beispiele für Schulgärten genannt, das Entstehen der Obstbaumkultur beschrieben und einige berühmte Gärtner der Region und ihre Werke portraitiert.
Aus dem Gebiet der Wesermarsch ist leider nur ein einziger Garten im Kapitel "Gartendokumentation", viele andere Gärten (wie wohl auch unserer) wurden schon x-mal umgestaltet, den akuten Erfordernissen und dem jeweiligen Zeitgeist angepaßt.
Wirklich gut fand ich ein Zitat des jeverländischen Handelsgärtners Anton Reinhard Abels (1854 - 1945): "Uns Gaarns möht natürlich wesen." (Unsere Gärten müssen natürlich sein.) Damit ist er in seiner Zeit schon gegen den Trend geschwommen und würde es heute noch mehr tun...

 

"Henriette Davidis Gartenbuch"
von Henriette Davidis
Verlag von Friedrich Brandstetter, Leipzig
ohne ISBN
22. Auflage, 1918
498 Seiten + 1 Faltplan, Preis je nach Erhaltungszustand zwischen 10,00 Euro und 80,00 Euro bei www.abebooks.de

Monis Kommentar:
Das Buch ist in Frakturschrift gedruckt und daher nicht eben leicht zu lesen. Wer damit Probleme hat, kann hier nachschauen: www.suetterlinschrift.de.
Henriette Davidis (1801 - 1876) war Hauswirtschaftslehrerin und Schriftstellerin. Sie hat vor allem viele Kochbücher geschrieben, die bis heute noch nachgedruckt werden. Von ihr stammt das berühmte "Man nehme..."
Die Erstausgabe dieses Buches war 1850. In diesem Buch ist viel Wissen enthalten, das heute schlichtweg verloren gegangen ist. Wer zieht schon heute noch Melonen, Spargel oder Champignons in seinem Garten? Wie zieht man Spalierobstbäume? Oder wer läßt Gemüse heute noch so weit ausreifen, daß man daraus Samen für die Kultur im nächsten Jahr gewinnen kann?
Fasziniert hat mich daran eigentlich eines: welchen Platz man früher wie selbstverständlich für einen Garten einplante. Alleine der Gemüsegarten, der auf dem Faltplan abgebildet ist, hat über 1200 qm. Das dürfte damals schon eine "Idealvorstellung" gewesen sein, die nicht alle umsetzen konnten. Wieviel Arbeit und Zeit in einem solchen Garten stecken würden, ui, ui...

 

"Das neue grosse Gartenhandbuch"
Das umfassende Standardwerk
Lizenzausgabe des Gondrom Verlag, Bindlach
Originalausgabe "Mehr Freude am Garten", Verlag Das Beste GmbH, Stuttgart
ISBN 3-8112-2168-X
1. Auflage 2003
544 Seiten, 10,00 Euro

Monis Kommentar:
Das Ding ist meine "Bibel" für den Garten geworden: Wann Stecklinge nehmen? Wann was wie tief zurückschneiden? Warum hat diese Pflanze braune Flecken? Und was ist das?
Auch hier ist leider nicht alles drin, aber für den Anfang tut es das.

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"Die Gärten der Gertrude Jekyll"
von Richard Bisgrove
Verlag Eugen Ulmer GmbH & Co., Stuttgart
ISBN 3-8001-6561-9
1. Auflage 1994
192 Seiten, 39,90 Euro

Monis Kommentar:
Zwangsläufig hatte ich nach den ersten beiden Sommern keine Lust mehr, ein "Museum" zu verwalten, sondern wollte gestaltend in diesen Garten eingreifen. Zumal hier viel zu viel grün und viel zu wenig bunt ist. Ein paar Recherchen darüber, wie man einen Garten gestalten könnte, der mit 17.000 qm knapp größer als ein DIN-A4-Blatt ist ;-), führten mich zur "First Lady of Gardening" wie Gertrude Jekyll (1843 - 1932) in ihrer Heimat England immer noch genannt wird.
Gertrude Jekyll war eigentlich Malerin. Sie hatte eine einmalige Art Farben und Texturen von Pflanzen abgestimmt oder kontrastierend einzusetzen, harte Konturen des Hauses mit weichen Konturen der Natur zu verbinden und einen Garten so aufzuteilen, daß niemals Langeweile entsteht, egal aus welchem Blickwinkel. Das hat dazu geführt, daß sie als Gartengestalterin Auftragsarbeiten auch in Frankreich und den USA angenommen hat, obwohl sie England nie verlassen hat. Die Gärten, die von ihr gestaltet wurden, waren noch etliches größer als unserer. Daher bin ich optimistisch, daß wir aus unserem Garten auch noch ein Blumenmeer machen können.
Enthalten sind in diesem Buch 45 ihrer Pläne, die der Autor coloriert hat und mit den heutigen botanischen Namen versehen hat. Dazu liefert er begleitende Texte mit vielen Informationen rund um die Intention des Planes und viele Abbildungen des Gartens oder eines Beetes in voller Schönheit.

 

"Der Garten meines Vaters Karl Foerster"
Bornimer Gartentagebuch für Neugierige
von Marianne Foerster (Herausgeber Ulrich Timm, Photos Gary Rogers)
Deutsche Verlags-Anstalt, München
ISBN 3-421-03503-2
2. Auflage 2006
144 Seiten, 29,90 Euro

Monis Kommentar:
Karl Foerster (1874 - 1970) war Züchter (Rittersporn, Gräser und noch viel mehr), Goethe-Liebhaber und hat etliche eigene poetische Texte verfaßt. Alleine die Bilder in diesem Buch sind den Preis schon wert. Der Neuseeländer Gary Rogers hat wirklich ein Auge dafür! Aber auch die Texte von Marianne Foerster zu diesem Garten in Potsdam und zum Leben ihres Vaters sind interessant. Schonmal darüber nachgedacht, die dem Hund ausgekämmten Haare für nestbauende Vögel in den Garten zu legen? Und schonmal das Bild einer Meise mit "Bart" aus Hundehaaren vor Augen gehabt?

 

 

"Gärten gestalten mit Pflanzplänen"
von Anna Pavord
Kaleidoskop Buch im Christian Verlag, München
ISBN 3-88472-456-8
1. Auflage 2001
160 Seiten, 29,65 Euro

Monis Kommentar:
Bei der Neuanlage von Beeten stehe ich immer wieder vor vielen Fragen. Meist habe ich zwar eine Idee, wie der Garten in diesem Teil wirken soll, welche Farben ich einsetzen möchte oder welche Pflanzen ich gerne hätte. Aber wieviele Pflanzen brauche ich denn, wenn das Beet so und so groß werden soll? Und wie vertragen sie sich untereinander, welche Abstände brauchen sie? Wie hoch werden sie und wie wirkt das Beet, wenn die Pflanzen mehr oder minder ausgewachsen sind? Wie sieht der ganze Spaß dann im Winter aus?
Auf solche Fragen gibt dieses Buch mit genauen Pflanzplänen, 3D-Zeichnungen der ausgebildeteten Pflanzen zu verschiedenen Jahreszeiten und Alternativvorschlägen Antworten. Die Pflanzen werden im Detail vorgestellt (vor allem die Breitenangabe finde ich sehr hilfreich!) und es wird aufgelistet, was an dieser Pflanzung wann zu tun ist. Für Gartenanfänger genial und Fortgeschrittene können diese Informationen mit eigenen Ideen vermischen und haben trotzdem ein Bild davon, wie das fertige Beet wirken könnte.
Eine Idee aus diesem Buch habe ich bereits umgesetzt, oder besser ein Viertel davon ;-). Der Kräutergarten ist nach einer Idee aus diesem Buch entstanden. Im Buch waren vier annähernd gleich bepflanzte Flächen von jeweils 2 x 2 m mit einer Clematis jeweils an den Außenecken vorgesehen, ich habe "nur" eine Fläche von 2 x 2 m gemacht. Für unseren Bedarf an Kräutern ist das im Moment ausreichend.

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"Tabakanbau und Tabakverarbeitung leicht gemacht"
von Martin Barth & David Jehle
Lumica Verlag, Berlin
ISBN 3-929028-21-2
2. aktualisierte und ergänzte Auflage 2005
159 Seiten, 19,80 Euro
zu beziehen über www.tabakanbau.de

Monis Kommentar:
Unser erster Versuch im Jahr 2006 war vielversprechend: im Stall hängen etliche Meter Schnur mit aufgefädelten Tabaksblättern zum Trocknen.
Dieses Buch bietet viel Hintergrundwissen zur Geschichte der Tabakverarbeitung und viele Informationen zu Aufzucht, Pflege und Ernte von Tabakspflanzen und der anschließenden Weiterverarbeitung (Trocknen, Fermentieren oder Soßieren, Mischen) nicht nur für Zigarettentabake sondern auch für Pfeifentabake oder zur Herstellung von Zigarren und Wasserpfeifentabak.
Für Interessierte: Für den ausschließlich eigenen privaten Bedarf ist der Anbau von Tabak in Deutschland erlaubt und dieser Tabak bleibt auch steuerfrei. Das ist noch ein Relikt aus der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, als Tabake Mangelware waren. Und man kann auch hier im "hohen Norden" Tabak anbauen. Er wird eher nicht so zuckerhaltig sein, wie der in Baden-Württemberg immer noch professionell angebaute Tabak, weil er nicht soviel Wärme abbekommt. Aber trotz schwerem Boden, Sturm und Schneckenfraß sind unsere Pflanzen gut 2 m hoch geworden!

 

"Hühner halten"
von Beate & Leopold Peitz
Verlag Eugen Ulmer KG, Stuttgart
ISBN 3-8001-5086-7
6. Auflage 2005
174 Seiten, 29,90 Euro

Monis Kommentar:
Nein, noch gackert und kräht es auf unserem Hof nicht. Aber es kann nicht mehr lange dauern, bis die Miezen Versuche starten können an einen schmackhaften Sonntagsbraten zu kommen... ;-) Das Buch ware eine Empfehlung der Webseite www.huehnerinfo.de und es hat sich schon beim Durchlesen als sehr brauchbar erwiesen. Das Buch fängt natürlich auch mit einem geschichtlichen Überblick zum Thema an, beschreibt den Körperbau und das Sozialverhalten von Haushühnern, gibt Infos zur Haltung mit Bauplänen und Einrichtung für einen Stall und nennt den Platzbedarf pro Huhn. Es werden die Aufzucht von Küken, Krankheiten und die Geflügelprodukte mit Rezepten beschrieben. Zwei kleine Negativpunkte sind mir aufgefallen: Der Stall scheint mir die Super-deLuxe-Variante zu sein. Wenn ich mir ansehe, wie die Hühner bei unseren Vorgängern gelebt (und Eier gelegt!) haben und wie die Hühner hier im Umkreis leben und auch Eier legen, dann ist das nicht wirklich nötig. Es könnte auch einfacher gehen, aber dafür bietet das Buch keine Alternativen. Und: es gibt zwar ein kurzes Kapitel zum Thema Hühnerrassen von 6 Seiten (hier wird erklärt welche Rassen zu welchem Typus gehören und ob sie eher als Fleisch- oder als Eierhuhn geeignet sind), aber keine Rassebeschreibungen. Was uns jetzt noch vom Hühner halten abhält? Leider die Vogelgrippe und die Kosten. Die Hühner selbst sind noch der geringste Anteil daran: ein Huhn kann unter 15,- Euro das Stück kosten, wenn ich keinen Wert auf Zuchtzulassung oder ausgefallene Rassen lege. Viel teuerer werden da Stall mit Einrichtung und vor allem der Zaun um das Freilaufgelände. Eigentlich gilt hier immer noch ein Freilaufverbot, auch wenn sich de facto niemand der Hobby-Hühnerhalter daran hält. Dieses Freilaufverbot kann man nur umgehen, wenn man einen entsprechenden Zaun anlegt und das Freilaufgelände oben soweit abdeckt, daß Wildvögel nicht hineinfliegen können. Ansonsten heißt es: Tiere einsperren und einen dementsprechend großen Stall bauen, damit die Hühner nicht verrückt werden... Die Kosten für Zaun mit Abdeckung oder einen im Prinzip viiiiiel zu großen Stall scheuen wir derzeit noch.

"Geflügelställe und Ausläufe"
von Günter Stach
Oertel + Spörer Verlags-GmbH+Co., Reutlingen
ISBN 3-888627-506-X
1. Auflage 2004
152 Seiten, 19,90 Euro

Monis Kommentar:
Das Buch ist die Ergänzung zu dem vorgenannten, es bietet reichlich Alternativen (auch für andere Geflügelarten) und viele Informationen zu Inneneinrichtung, Standort oder Drainage des Auslaufs.

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Eine schier unerschöpfliche Quelle an Informationen (auch wegen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema und den naheliegenden Randgebieten) und Inspirationen bietet für uns immer wieder das Museumsdorf Cloppenburg, weswegen wir dann inzwischen auch Mitglieder im Förderverein geworden sind.
Auch in der Interessengemeinschaft Bauernhaus sind wir Mitglied, weil wir die Informationen hier ebenfalls nicht missen möchten. Schon alleine aus dem Mitlesen im Forum kann man vor allem praktisches Wissen sammeln, aber auch der "Holznagel", die Zeitung der IGB, bietet immer wieder Interessantes.